Knapperzeug zum Wein. Grissini.

In diesem Blog ist es verdammt still – ich hoffe der ein oder andere schaut immer mal auf meiner Facebook-Fanseite vorbei. Dort ist regelmäßig zu sehen was wir machen, sooooo still ist es nämlich gar nicht. Ich habe mir auch vorgenommen mehr zu blogen. Ich mach das ja gern, nur fehlt mir leider die Zeit.

Nachdem vergangene Woche die letzte große Buchung erfolgreich gemeistert wurde, fahre ich jetzt langsam die Aggregate runter und lass den Rezepten Vorrang, die einfach mal ausprobiert werden wollen. Rezepte, die ich beim stöbern neuer Kochbücher entdeckt habe, leider aber noch keine Zeit dafür hatte.

So z.B. dieses Grissini Rezept.  Jetzt mag man sich denken, warum soll ich mich hinstellen was ich für 0,89 Euro günstig erwerben kann? Und außerdem sowieso eher als Beiwerk dient? Ganz einfach, weil richtig gute Grissini nicht für 0,89 zu haben sind, sondern eher in Richtung 5,– gehen.  Und weil selbstgemacht Grissini bei jedem Gast für einen Wow Effekt sorgen und weil man so schön damit experimentieren kann.

Grissini

Wer doch lieber welche einkaufen will: Meine liebste Einkaufsquelle ist das Weinkontor Keßler, Hauptsitz in Oppenheim in der Friedrich Ebert Str. und ein weiterer sehr hübscher und hervorragend bestückter Laden in der Heiliggrabgasse 9 in Mainz. Natürlich gibt es dort in erster Linie Weine aus vielen Regionen Europas. Keßlers stehen für Produkte, die sie selbst sehr schätzen und von denen sie überzeugt sind. Die meisten der Winzer kennen sie persönlich und haben dazu auch viele Geschichten zu erzählen. Als Direktimporteur bieten sie ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis – bei der Mehrheit der Weine aus unserer Region zahlt man den Preis, den man auch im Weingut zahlen würde – bei ungleich größerer Auswahl quer durch die Erzeuger.

Was mich an Keßlers begeistert, ist das gute Gespür immer neue und gute Produkte zu finden. Und jetzt sind wir wieder bei sowas profanem wie den Grissini – denn es gibt dort eben auch eine tolle Auswahl an Delikatessen. Wie z.B. handgedrehte Vollkorn-Grissini vom Mario Fongo. Apropos Preis-Leistung – diese Grissini kann man auch bei Amazon bestellen, direkt vom Erzeuger – für 5,49 plus 3,70 Versandkosten – also nix wie hin zu Keßlers Weinkontor, da kann man dann auch noch tollen Wein dazu  kaufen und spart gleich doppelt!

Grissini

  • 21g frische Hefe
  • 380 g Mehl Typ 405, sowie etwas für die Arbeitsfläche
  • 2 TL Salz
  • 5 EL raltgepresstes Rabsöl
  • Meersalz und Mohnsaat oder ähnliches

250 ml lauwarmes Wasser abmessen und ein wenig davon in die Rührschüssel geben und die Hefe darin auflösen. Einfach mit einem kleinen Schneebesen verrühren. Übriges Wasser, die Hälfte des Mehls sowie Salz und Öl unterrühren. Dann soviel Mehl wie nötig hinzufügen, dass ein glatter, weicher Teig entsteht. Zugedeckt ruhen lassen bis er ungefähr das doppelte Volumen hat. Das dauert bei Zimmertemperatur ca. eine Stunde.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze heizen.

Die Hälfte des Teiges zu einem Rechteck ausrollen.

Hinweis: Bei mir ist dieser Hefeteig mit den o.g. Mengenangaben sehr weich gewesen, also nicht das was man so herkömmlich unter einem Hefeteig, denn man fleissig auf der Arbeitsplatte durchknetet, versteht. Ich bin einfach hingegangen und habe die Arbeitsfläche relativ dick mit Mehl bestäubt und den Teig mit den bemehlten Händen mehr oder weniger in ein Rechteck gedrückt, d.h. vorher nicht mehr zusammen kneten, dann verliert er zuviel von seiner Fluffigkeit. Ein bisschen kann man dann noch mit dem Nudelholz nachhelfen, aber eigentlich breitet sich der Teig unter sanftem Händedruck von ganz allein aus. Dies ist übrigens auch die ideale Vorgehensweise bei Pizzateig – nie noch mal richtig durchkneten, nachdem er gegangen ist.

So, dann den Teig dünn mit Wasser bestreichen und mit Meersalz und Saaten bestreuen. Hier ist der Phantasie dann keine Grenze gesetzt. Man kann Sesam nehmen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne (die vorher vielleicht noch  mal hacken), Kräuter und andere Gewürze wie Kreuzkümmel uvm.

Nun einfach einen Pizzaroller oder ein scharfes Messer nehmen und ca. 1 bis 1,5 cm breite Streifen schneiden. Diese mit den Händen locker zur Spirale zwirbeln und auf ein mit Backapier ausgelegtes Backblech legen. Nun noch einmal 15 min. gehen lassen.

Mit der anderen Hälfte des Teiges ebenso verfahren (oder aus den vorherigen Fehlern lernen… manchmal ist es bei solchen Rezepten sinnvoll den Teig zu teilen, obwohl sicherlich auch die ganze Menge auf die Arbeitsfläche passen würde – teilen ist ne gute Sache, ich spreche aus Erfahrung).

Die Grissini dann ca. 18-22 min. backen. Sollten Sie nicht ganz trocken sein, einfach den Backofen ausschalten und die Grissini bei offener Ofentür nachtrocknen lassen.

Grissini sind eine tolle Sache zum Aperitif – einfach luftgetrockneten Schinken mit Sahnemeerrettich bestreichen, um die Grissini legen und zum Wein reichen. Lecker.

Grissini2

So, und nun viel Spaß beim ausprobieren und knappern. Alles Liebe, Eure Fräulein Fine.

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